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Schon gewusst?

blühende Haselnuss

Die Haselnuss kennt wohl jeder, früh im Jahr blüht sie bereits. Die auffälligen langgestreckten Kätzchen sind aus vielen Einzelblüten zusammengesetzt. Wenn die Haselnusskätzchen voll erblüht sind, geben sie jede Menge gelben Blütenstaub ab. Dies kann man gut sehen, wenn man eine Blüte anstößt. Damit sich Haselnüsse bilden, müssen die weiblichen Blüten befruchtet werden. Diese sind sehr unauffällig und man muss gut suchen, um sie zu entdecken. Sie sehen den Knospen der Blätter sehr ähnlich, allerdings strecken sie oben die roten Narben der Blüte heraus.
Zur Blütezeit der Haselnuss fliegen oft noch keine Insekten, die Bestäubung erfolgt daher durch den Wind. Die Windbestäubung ist erfolgreich, da die Haselnuss zur Blütezeit noch keine Blätter hat.

weibliche Blüte
männliche Blüte
Rotkehlchen

Das Rotkehlchen, ein Frühaufsteher
Das Rotkehlchen beginnt sein Tagwerk schon ca. 1 Stunde vor Sonnenaufgang und ist dann bis nach dem Sonnenuntergang aktiv. Dies ist nötig, damit am Tage genügend Nahrung aufgenommen werden kann, denn ein Rotkehlchen verliert in der Nacht ca 10 – 15 % seines Gewichts. (Davon träumen manche Menschen.) Neben der Nahrungssuche wird viel Zeit mit Singen verbracht. Der Gesang des Rotkehlchens ist sehr vielfältig und wird oft „melancholisch“, „besinnlich“ oder „perlend“ beschrieben.
Rotkehlchen leben den größten Teil des Jahres allein im Revier. Sie sind nur zur Paarung und Jungenaufzucht zusammen, aber auch in dieser Zeit sieht man sie fast nur allein. Nestbau und Brüten ist Sache des Weibchens, in dieser Zeit wird es viel vom Männchen gefüttert. Zur Nahrungssuche für die Jungen bevorzugen sie meist unterschiedliche Jagdflächen, und auch am Nest füttern sie nicht zur gleichen Zeit.
Wer Rotkehlchen im Garten haben möchte, darf nicht zuviel aufräumen. Rotkehlchen suchen ihre Nahrung am Boden. Dazu muss der Boden offen zugänglich sein, aber gleichzeitig nach oben geschützt unter einer Strauchschicht. Sie brauchen höhere Sträucher oder Bäume als Singwarte und dichtes, gerne dorniges Strauchwerk als Ruheplatz. Geeignete Nistplätze sind z.B. Erdhöhlungen an Böschungen, alte Baumstubben oder Dickichte von Rankpflanzen, denn Rotkehlchen brüten direkt auf dem Boden oder in geringer Höhe über dem Boden. Die erste Brut wird überwiegend mit Raupen gefüttert, daher sind Brennnesselbestände wichtig, denn viele Schmetterlingsraupen leben auf Brennnesseln. Aber auch viele Weichkäfer, die an spätere Bruten verfüttert werden, besuchen Brennnesseln. Ein solch strukturreicher naturnaher Garten bietet auch vielen anderen Tieren einen Lebensraum.

Mittelspecht

Unerwarteter Besuch
Plötzlich saß ein Mittelspecht an der Wand. Zuerst dachte ich, dass es ein Buntspecht ist, den habe ich schon oft im Garten gesehen. Aber die rote Kopfplatte ohne schwarze Umrandung ist ein Kennzeichen für den Mittelspecht. Er lebt in Altholzbeständen des Laubwalds und bevorzugt Stämme mit rauher Borke, am liebsten Eichen. Sein Nisthöhle baut er in stehendem Totholz oder im Bereich von Schadstellen im Baum. Man trifft ihn auch in Streuobstwiesen, wenn diese in der Nähe von alten Laubmischwäldern liegen. Er ernährt sich das ganze Jahr von Insekten, die er mit seinem Schnabel aus der Baumrinde herausstochert. Im Herbst und Winter stehen aber auch Beeren, Nüsse und Samen auf dem Speiseplan.
Der Mittelspecht ist eine Zielart des Vogelschutzes in Rheinland-Pfalz, d.h. Rheinland-Pfalz hat eine besondere Verantwortung zum Schutz des Mittelspechtes.
(www.naturschutz.rlp.de, natura 2000, Vogelschutzgebiete)

Grünspecht

Der Grünspecht ernährt sich und seine Jungen fast nur von Ameisen, daher sieht man ihn häufig auf dem Boden sitzen und mit seinem Schnabel im Boden stochern. Er kann sich die Lage von Ameisennestern merken und steuert diese in seinem Revier immer wieder an. Mit seiner bis zu 10 cm langen Zunge, die an der Spitze mit Widerhaken versehen ist, holt er Ameisen, Puppen und Larven aus den Gängen. Wenn es im Winter kalt ist und der Boden gefroren ist, gräbt er in den Nestern der Waldameisen. Diese sehen dann nach dem Winter oft löchrig aus. Auf dem Boden bewegt er sich hüpfend, dabei kann er bis zu 3 Meter weite Sprünge machen, ohne die Flügel zu nutzen. Oft hört man seine Rufe, eine leicht abfallende Tonfolge, die an Lachen erinnert.